Archive for the ‘Natur’ Category

“Tenerife Rural Stiftung”

Die Insel Regierung von Teneriffa hat die “Tenerife Rural Stiftung” gemeinsam mit verschiedenen staatlichen Stellen  und privaten Institutionen gegründet und finanziert. Ziel ist es, die Qualität der Landschaften rund um die Insel zu erhöhen und ein nachhaltiges soziales und wirtschaftliches Modell zu entwickeln, welches die Erhaltung der natürlichen Umwelt mit dem Entwicklungspotential des ländlichen Raumes und eine harmonische Entwicklung der primären Sektoren wie z.B. dem Tourismus verbindet. Sie können dem “Tenerife Rural Club” beitreten und erhalten Rabatte auf lokale Produkte, Herbergen und spezielle Aktivitäten wie Themenwanderungen usw.

Weitere Infos gibt es unter: www.teneriferural.org

Hitzewelle führt zu Bränden

Allein von Donnerstagabend bis Freitag musste die Feuerwehr 13 Waldbrände löschen. Die große Hitze, verbunden mit den starken Windböen, waren auch in der letzten Woche immer wieder die Ursache, welche zu neuen Brandherden führte.

Waldbrandgefahr

Wegen der derzeitigen Hitzewelle und der starken Windböen mit bis zu 80 km/h müssen die Wälder besonders vor Bränden geschützt werden. Aus diesem Grund wurde heut ein dringendes Verbot für die Nutzung der Grillplätze in den Bergen erlassen und man sollte keinerlei Feuer entfachen.

Anaga Naturpark

Der Anaga Naturpark gehört aufgrund seiner besonderen geologischen Beschaffenheit und der großen Artenvielfalt zu den wertvollsten ökologischen Schätzen der Insel. Das Anagagebirge, das eines der drei geologisch ältesten Teile der Insel bildet, bietet eine reizvolle Landschaft aus versteckten Buchten, spektakulären Steilküsten und üppigen Lorbeerwäldern, die noch von der Mittelmeervegetation prähistorischer Zeiten zeugen. Bemerkenswert sind in diesem Naturraum auch der Vogelreichtum unzähliger verschiedener Arten sowie die gut erhaltenen, idyllischen Dörfer, die harmonisch in ihre natürliche Umgebung eingebettet sind und in denen die wenigen Einwohner heute noch von traditioneller Landwirtschaft leben

Barranco del Infierno

Der Naturpark Barranco del Infierno gehört zur Gemeinde Adeje und zählt zu den schönsten Naturlandschaften der Insel. Dieses einzigartige Gebiet kann auf einem alten Wanderweg erkundet werden, der oberhalb des Baudenkmals Casa Fuerte im Dorf Adeje beginnt. Der Weg endet hinter einem natürlichen Tunnel aus Weidengebüsch und Kastanienbäumen an einem spektakulären Wasserfall in 560 Metern Höhe.

Um das sensible, ökologische Gleichgewicht im Naturschutzgebiet zu erhalten, ist der Zugang zur “Höllenschlucht” beschränkt. Deshalb wird empfohlen, einen Besuch vorab telefonisch beim Touristeninformationszentrum anzumelden. Der Wanderweg führt anfangs an trockenen und kargen Berghängen vorbei und nach einer Weile in eine grüne, vegetationsreiche Umgebung. Der letzte Abschnitt läuft dann direkt am Flussbett entlang, sodass einige Wegabschnitte feucht und rutschig sein können. Es wird daher zu festem Schuhwerk und besonderer Vorsicht geraten. Die Naturschutzbestimmungen untersagen im gesamten Gebiet zu baden, in die Natur einzugreifen oder Tiere mitzuführen.


Vorsorge gegen Wasserknappheit

Da es auf Teneriffa und den restlichen Kanaren kein Grundwasser gibt, ist die Insel zu 85 Prozent von dem Wasser abhängig, welches in den Galerías in den Bergen gewonnen wird. Hierbei handelt es sich um in den Berg getriebene Stollen, die bis zu den durch den Fels fließenden Wasseradern reichen. Diese werden durch die Niederschläge auf der Insel gespeist, die dank des porösen Vulkangesteins immer wieder nachsickern. Da die Niederschläge jedoch immer mehr nachlassen, warnen Experten vor einer in naher Zukunft eintretenden Wasserknappheit. Um dieser entgegen zu wirken, werden inzwischen einige Maßnahmen getroffen.

Zum einen soll in Zukunft versucht werden, dass einfach ins Meer abfließende Wasser besser zu nutzen, indem in vielen Bereichen der Insel neue Rückhaltebecken gebaut werden sollen. Da der Bau dieser Becken jedoch sehr kostenintensiv ist, werden wohl auch einige zusätzliche Meerwasserentsalzungsanlagen gebaut werden. In Santa Cruz und Adeje-Arona stehen die beiden bisher größten, jedoch nicht einzigen Anlagen dieser Art. Derzeit befinden sich auf Teneriffa 22 Meerwasserentsalzungsanlagen, die etwa 9 Prozent des Wasserbedarfs decken.

Eine weitere Möglichkeit der Wassergewinnung wäre der dringend notwendige Ausbau an Klärwerken auf Teneriffa. Bis heute werden etwa 40 Prozent des Schmutzwassers der Insel ungeklärt ins Meer geleitet, obwohl geklärtes Wasser sehr gut für die Bewässerung der Landwirtschaft geeignet wäre. Wer sich ein Bild vom Wasserplan auf Teneriffa machen will, der kann dies unter http://www.planhidrologicodetenerife.org/esp/portada.asp tun.

Vulkankongress – ein Resümee

Der VI. internationale Vulkankongress im Kongresszentrum Parque Taoro ist beendet und die Experten aus 50 Ländern haben sich rege ausgetauscht. Unter dem Motto „Ciudades sobre Volcanes“ diskutierten nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Rettungsdienste, Ärzte und Psychologen über die Aktivität der Vulkane und tauschten Erfahrungen aus. Für den Ernstfall ist dies von entscheidender Bedeutung, denn die Koordination zwischen den einzelnen Stellen muss reibungslos laufen. Eine sehr gute Nachricht bekam dabei Puerto de la Cruz, denn hier wird unter der Führung des Forschungszentrums ITER das Vulkanische Institut ins Leben gerufen, dessen Umsetzung bereits im November 2009 zum Thema wurde. Auch wenn die letzte vulkanische Aktivität im Jahr 1909 auf Teneriffa war und keine Menschen zu Schaden kamen, so zeigt dieser Ausbruch doch, wie aktiv die Vulkane der Kanaren bis heute sind.

Ganz besonderer Sonnenuntergang in Güimar

Wie Wissenschaftler herausfanden, sind die Hauptachsen der Pyramiden von Güimar so ausgerichtet, dass die eine Achse am Tag der Wintersonnwende direkt auf den Sonnenaufgang gerichtet ist, während die zweite Achse auf den Sonnentuntergang am Tag der Sommersonnenwende zeigt. Mit Hilfe einer 3D-Brille kann hier ein ganz besonderes Spektakel beobachtet werden, denn mit ihrer Hilfe ist zu sehen, dass eine Sonnenscheibe wieder auftaucht und erneut untergeht. Wer sich den doppelten Sonnenuntergang ansehen will, der kann den Pyramidenpark in Güimar am 21. Juni ab 19 Uhr besuchen. Die 3D-Brillen sind dort erhältlich, der Eintritt in den Park ist frei.

Foto: Klaus-Peter Wolf / www.pixelio.de

VI. Internationale Konferenz “Ciudades sobre Volcanes”

Kürzlich ging die sechste Auflage der Internationalen Konferenz “Ciudades sobre Volcanes” (CoV6-Tenerife 2010), welche in Puerto de la Cruz stattfand,  zu Ende. Das Haupthema in diesem Jahr: allgemeiner Vulkanismus und das damit verbundenen Risiko-Management von vulkanischen Aktivitäten.
Mehrere Besuche durch Prominente Personen fanden im Zentrum für Koordinierung und Katastrophenschutz auf Teneriffa, auf dem Gipfel des Teide, in den Cañadas del Teide, auf dem Vulkan Cumbre Vieja auf La Palma und im Timanfaya-Nationalpark auf Lanzarote statt. Ebenso wurde eine Reihe von kulturellen Besichtigungen, u.a. über die historische Rolle des Weins auf den Kanarischen Inseln und eine Reise durch die Architektur, sowie die Besichtigung von vulkanischen Materialien für die Errichtung von Gebäuden in der Stadt San Cristobal de La Laguna durchgeführt. Letzteres gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Das Cabildo de Tenerife und die Kanarischen Stiftung ITER waren die Initiatoren dieser Veranstaltung auf Teneriffa mit Unterstützung einer erheblichen Anzahl lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Institutionen.

Parallel zur Konferenz wurde allabendlich und kostenlos die aktuelle vulkanische Entwicklung in einer Reihe von Filmen und Dokumentationen im Chimisay-Kino von Puerto de la Cruz gezeigt.

Diese Gruppe von Geologen, Lehrern, Vulkanologen und Journalisten aus aller Welt war zusammen auf der Exkursion “Rosa de Piedra” in den Cañadas.

Neues Strandprojekt in Adeje

Seit Jahren schon plant Adeje, die drei Strände El Bobo, Troya I und II zusammenzulegen und so eine klare und schöne Küstenlinie zu schaffen. Der Grund ist, dass die aneinandergereihten Badebuchten eine Menge Platz für Urlauber verschenken, so dass alle Strände sehr häufig überfüllt sind. Auch gibt es keine einheitliche Gestaltung, weshalb kein „Traumstrand-Charakter“ aufkommt. Doch die Umsetzung gestaltete sich schwierig, da die Anträge nicht nur eine Institution durchlaufen mussten. Für das Bauvorhaben steht ein finanzielles Volumen von 93 000 Euro zur Verfügung, welches unter anderem auch für eine Aufschüttung mit Sand gedacht ist. Die Ausschreibungen laufen.

Loro Parque Stiftung half bei Rettung des Gelbohrpapageis

In den kolumbianischen Anden gelang der Loro Parque Stiftung in Zusammenarbeit mit der American Bird Conservancy und politischen Organen der Region ein großer Erfolg bei der Erhaltung des Gelbohrpapageis. Dieser galt als extrem vom Aussterben bedroht, bis Wissenschaftler eine Kolonie mit 81 Tieren entdeckten. Durch viel Aufklärung in der Bevölkerung, die durch Nutzung der Palmwedel der Wachspalme die Nistplätze nahmen, und die Einführung neuer Regelungen und Vorsichtsmaßnahmen zur Rettung dieser Art gelang es, die Papageienpopulation zu stabilisieren, so dass sie von extrem bedroht auf bedroht zurückgestuft werden konnte.

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